Einer der größten Kranich-Rastplätze Mitteleuropas

Zweimal jährlich wird die Insel Rügen zu einem der größten Kranich-Rastplätze Mitteleuropas. Im Frühjahr und im Herbst versammeln sich Zehntausende dieser imposanten Vögel in der Rügen-Bock-Region, um dort zu rasten. Der Westen der Insel Rügen besticht durch unberührte Weiten und ist vorwiegend landwirtschaftlich geprägt. Kinder werden sich ganz sicher auf dem Bauernhof Kliewe in Mursewiek wohlfühlen. Immerhin erhielt der Erlebnis-Bauernhof auf der Grünen Woche 2012 die Auszeichnung „beliebtester Ferienhof“ des Landes Mecklenburg-Vorpommern. In der Edeldestillerie in Lieschow wird traditionsreiches Rügener Obst zu edlen Tröpfchen verarbeitet.

Die Stille des Rügener Westens genießen auch Roswitha Burgmann-Seewald und ihr Mann Lothar. Beide betreiben am Gingster Markt einen bunten Laden mit feinsten regionalen Spezialitäten und Keramik. In Gingst selbst gibt es Rügens größten Freizeitpark mit Miniaturenwelt und Abenteuerspielplatz. Im Westen der Insel hat auch Silke Stephan ihr Zuhause. Als Sanddornhexe reist sie über die Insel und gestaltet Kinder- und Hochzeitsprogramme. Eine Brücke führt auf die Insel Ummanz. Wahrzeichen ist die Kirche zu Waase mit dem spätgotischen Schnitzaltar. 2,20 Meter ist der höchste Berg auf Ummanz hoch.

Zur Region Rügen-West gehört auch die Insel Hiddensee. Von Schaprode aus verkehren mehrmals täglich Fähren und Wassertaxis nach Hiddensee. Keine autos, keine Fähren, keine Flaniermeilen – die idyllische Insel in Seepferdchenform ist die Ruhe selbst. Schon von weitem begrüßt das Wahrzeichen des 16,6 Kilometer langen Eilandes seine Besucher. Gemeint ist das Seefeuer von 95 Metern, das bereits seit 1888 brennt. Die autofreie Insel ist eine Oase der Stille und ein beliebter Künstlertreff. Literaturnobelpreisträger Gerhart Hauptmann liebte seinerzeit die Insel.

Auch Albert Einstein, Asta Nielsen, Thomas Mann und Käthe Kruse steuerten das Eiland an. 1872 entdeckten Fischer am Strand von Neuendorf ein Stück Gold. Später kamen weitere Teile ans Tageslicht. Heute gilt der „Hiddenseer Goldschmuck“ als einer der wertvollsten Schätze aus der Wikingerzeit. Eine Nachbildung ist im Heimatmuseum in Kloster zu sehen.